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Die Schottin

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Archive for the 'Kinder Kinder' Category

Geschützt: Geburtstagsbilder

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die_schottin on Dezember 16th 2012 in Feiern, Fotos, Kinder Kinder

3 Jahre Colin

Mein kleiner großer Schatz, wo soll ich nur anfangen? Vielleicht bei den neuesten Daten der U7a, die wir einen Tag vor Deinem Geburtstag von Deiner neuen Kinderärztin, mit der ich zur Schule gegangen bin, haben durchführen lassen.

Größe: 100 cm (dreistellig!!!)
Gewicht: 13,5 kg
Schuhgröße: 27

Bei der Größe bist Du etwas über dem Durchschnitt, bei dem Gewicht auf der untersten Perzentile. Wenn man sich beides zusammen anschaut, dann bist Du deutlich untergewichtig, aber das wundert auch nicht, nach den 2 Wochen Krankheit, von der Du erst kürzlich genesen bist. Aber auch die 1,5 kg mehr hätten am Untergewicht nichts geändert. Aber das ist alles im Lot, solange Du nicht noch weiter nach unten abrutscht. A., die Ärztin sagt, es wäre eher ein Problem, wenn Du auf der oberen Perzentile wärst. Also alles prima.

Du bist im letzten Jahr nicht nur viel gewachsen, sondern hast Dich auch motorisch, sprachlich und geistig sehr viel weiter entwickelt. Du redest nicht nur in einer Tour sondern führst ausführliche Diskussionen mit uns, wenn Dir etwas nicht passt, erklärst uns Deine Welt und verwendest dabei ein unglaublich erwachsenes Vokabular. So fragst Du mich manchmal ob ich dieses oder jenes Spielzeug oder Essen auch als Kind gehabt hätte und bildest ganz selbstverständlich dass-Sätze (z.B. “Ich möchte, dass Du …”) und den Konjunktiv II. Deine Ausdrucksweise hat schon in den ersten Tagen im Kindergarten, den Du seit Ende August besuchst, für großes Staunen bei den Erzieherinnen gesorgt. Immer wieder wurde ich von allen Seiten angesprochen, wie gut Du Dich ausdrücken könntest. Nicht nur für einen Jungen, sondern überhaupt für Dein Alter. Schon kurz nach Deinem 2. Geburtstag hast Du die kindlichen Lispler oder is für ich abgeschafft.

Motorisch wirst Du immer geschickter, ich denke dass schaust Du Dir bei dem sehr geschickten Papa ab. Sobald er z.B. nur ein Werkzeug in der Hand hat, stehst Du Gewehr bei Fuß und beobachtest ihn, holst Deine Kinder-Bosch-Werkzeuge und immitierst ihn. Malen tun wir hier sehr viel, da ist auch Papa derjenige der das super kann (er hätte auch Illustrator werden können) und daher bist Du vermutlich auch hier sehr geschickt. Die ersten geraden Linien hast Du schon in unserem Türkeiurlaub vor 14 Monaten gemalt, Anfang des Jahres kam der geschlossene Kreis hinzu und inzwischen sind es manchmal schon Bäume und sehr einfache Gesichter.

Vor einiger Zeit hast Du das Puzzeln für Dich entdeckt. Es gab Wochen, da hast Du fast die ganze Zeit zu Hause gepuzzelt und dabei fast Deine so heiß geliebten Autos vergessen. Innerhalb von Stunden hast Du Dich vom ersten 15 Teile-Puzzle an randlose 44 Teile ab 4 Jahren gewagt. Memory spielst Du auch sehr gerne und als Du vor einigen Wochen so krank warst war es das einzige Spiel was Du überhaupt gespielt hast, nämlich auf Omas Tablet. Da bist Du jetzt quasi Profi drin. Und mit anderen Kindern und uns spielst Du auch gerne Rollenspiele wie Einkaufen und Kochen.

Du bist ein sehr guter Beobachter. In neuen Situationen bist Du erst einmal scheu und guckst Dir alles mit einem sehr kritischen Blick an. Leute, die Du nicht gut kennst, schaust Du erst immer grimmig an. Allerdings taust Du schnell auf, sobald Du merkst, dass sie Dir sympathisch oder/oder wohlgesonnen sind oder diese Menschen uns z.B. nahe stehen.
So warst Du diesen Herbst das erste Mal in Schottland Deine restliche Familie von Opas Seite besuchen. Du kennst schon beide Brüder von deren Besuchen bei uns und gemeinsamen Urlauben in England, aber die anderen waren Dir vollkommen neu. Und trotzdem hast Du Dich gleich drüben heimisch und aufgehoben gefühlt und hast Dich nicht eine Minute auch nur einmal geschämt. Ich freue mich, dass wir uns dazu entschlossen haben, auch ohne Papa zu reisen (der konnte nämlich aus beruflichen Gründen nicht mit fahren), denn so hat Dich Deine Großtante, die heute verstorben ist, wenigsten einmal kennenlernen dürfen.

Zu Deinem Geburtstag (und zu Weihnachten) hast Du Dir ganz viele Dinge gewünscht, aber am meisten die Züge von Chuggington und einen Monstertruck. Als Du am Morgen Deine Geschenke ausgepackt hast, wurde die Augen immer größer, als das ersehnte Spielzeug zum Vorschein kam. Und nachmittags brachten dann noch Oma und Opa unddeine Tante Wonny weitere Sets und Loks sowie einen Monstertruck von der Ur-Oma und ein riesiges Feuerwehrauto mit Wassertank von unserem Nachbar-Flo. Da sagtest Du aus vollem Herzen: “Du Mama, das habe ich mir schon immer gewünscht!”
Abends, als alle gegangen waren und aufgeräumt war bis Du dann noch einmal auf meinen Schoß gekrochen, hast Dich ganz fest an mich gedrückt und mir ins Ohr geflüster: “Ist DAS schön, Mama?!” In solchen Momenten geht dann das herz auf und man möchte die Zeit für immer anhalten. Und Papa und ich sprachen noch darüber, wie schön es ist, dass man genug Geld hat um solche Träume und Wünsche auch wahr werden zu lassen und ein kleines Wesen sooo glücklich zu machen.

Weil es in Deinem Kindergarten üblich ist, dass ein Elterteil dem Geburtstag dort beiwohnen kann, bin ich natürlich mitgekommen. Ich hatte Cake-Pops gebacken, die ich in einen in Form einer 3 gebackenen Hefezopf steckte und dazu gab es, weil das bei Euch so üblich ist, Brötchen und Aufschnitt. Deine Krone wolltest Du nicht gleich aufziehen, obwohl Du mir seit Tagen schon berichtet hast, dass Du eine blaue bekommst, weil Du Dir die so gewünscht hast. Aber als wir endlich mit der Feier begannen, die Rollos heruntergelassen wurden, alle Kinder zusammen saßen und und die Kerzen brannten, warst Du sehr stolz mit Deiner Krone auf Deinem Thron zu sitzen. Du hast Dir ganz selbstverständlich ausgesucht wer neben Dir sitzen darf und welche Geburtstagslieder und welches Gebet gesungen werden soll.
Überhaupt war es für mich unglaublich schön zu sehen, wie gut Du Dich in der Gemeinschaft eingelebt hast. Deine Erzieherinnen und Freunde (eigentlich alle Kinder) haben Dich alle schon an der Tür mit Glückwünschen empfangen und Dich umarmt und selbst die Rabauken haben Dich feste gedrückt und sich mit Dir gefreut. DAS war mitunter eins der schönsten Erlebnisse für mich. Du hast da einen Ort an dem Du sehr Willkommen bist und an dem Du wirklich sehr nette Kinder als Freunde hast. Ich wünsche Dir, dass Dich solch nette Menschen ein Leben lang begleiten.

Kleiner Mann, Du bist inzwischen schon richtig groß geworden und ich finde, Du bist ein prima cleveres Kerlchen, dass das Herz am richtig Fleck hat.
Bleib wie Du bist, ich liebe Dich unendlich.

Und hier
2011
2010

2009

Happy 3rd birthday mein kleiner Schatz

Pünktlich um Mitternacht steht der Gabentisch mit Geschenken, Kerzen und Luftballons bereit. Morgen packe ich dann noch den Kuchen, der im Kühlschrank weilt, dazu.
Wo ist nur die Zeit geblieben?

Ich hoffe ich komme die Tage dazu einen kleinen Bericht zu schreiben und ein paar Fotos vom Geburtstag hochzuladen.

2 Comments »

die_schottin on Dezember 13th 2012 in Feiern, Kinder Kinder, My fam, Those were the days, Weißt Du noch?

13,6

Colin war die letzte Woche über so furchtbar krank mit hohem Fieber weit über 39°C, dass sich mit Fiebersaft gar nicht senken ließ. Nur Wadenwickel halfen, aber leider eben nicht dauerhaft. Am 3. Tag suchte ich dann unsere Kinderärztin, welche auch meine ehemalige Schulkollegin war, auf, damit sie Colin mal durchcheckte, zumal über Nacht auch ein Husten dazu kam. Als wir in der Praxis saßen, ging es Colin schon viel besser. Er hatte seit der Nacht nur noch erhöhte Temperatur und wie das so ist, husten musste er während der Bahndlung nicht einmal und wollte es natürlich auch nicht versuchen. Es gab keine Anzeichen auf eine Verschlimmerung, sondern es sah so aus, als ob Colin alles überstanden hatte. Eben 3-Tage-Fieber, wie kleine Kinder das nun mal ab und an haben. Schnupfen war ja auch keiner vorhanden. Und so gingen wir nach Hause und alles schien gut, bis der Freitagnachmittag kam.Das Fieber stieg und der Husten mehrte sich. Als meine Eltern kamen, bekam Colin einen Hustenanfall, der bestimmt eine halbe Stunde dauerte und final damit endete, das Colin alles wieder ausspuckte, was er zu sich nahm. Er trank einen Schluck und spuckte es im hohen Bogen aus, das gleiche bei jedem kleinen Happen Essen, den er endlichnach Tagen überhaupt versuchte zu essen. Colin ist soundso kein großer Esser, aber wenn er krank ist, bin ich schon froh, wenn er einen Milchshake trinkt, damit er ein paar Kalorien intus hat.
Da sich sein Zustand  in der Nacht noch mehr verschlechterte und ich auch wieder Waden wickeln musste, beschlossen wir Samstag in den Notdienst zu fahren. Der Arzt dort war sehr besorgt ob des 5. Tages mit hohem Fieber. Der Husten war auch nicht minder besorgniserregend. So verschrieb uns der Arzt ein Antibiotikum und Hustenlöser und bat uns Sonntag wieder zu kommen, sollte n die Medikamente nicht sofort anschlagen. Man müsse sonst andere Wege gehen. Wir hatten aber Glück, die Antibiotika schlugen an, Colin geht es seither jeden Tag ein bisschen besser. Er isst sogar schon wieder ein bisschen (ein paar Happen brot, Schokopudding – eben das was Kinder gerne essen und wir sind erst einmal froh, dass er überhaupt isst). Und das trotz der Antibiotika, die ja eigentlich eher für Apettitlosigkeit sorgen. Als er gestern kurz zum Abduschen in die Wanne durfte, da sah man es noch deutlicher, wie geschwaächt er ist, und wie dürr er geworden ist nach 6 Tagen Krankheit. Die Waage sagt es noch viel deutlicher: 13,6 kg wiegt der laufende Meter! Dabei hatten wir uns so gefreut, dass er seit  Ostern (nachdem auch die letzten Arschloch- Backenzähne  da waren) ien wenig an Gewicht zugelegt hatte und nicht mehr ganz außerhalb der Skala lag. Tja, so heißt es auch trotz des nahenden 3. Geburtstages, Fangkörper im Kinderautositz wieder rein und hoffentlich legt er bald wieder etwas zu.

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die_schottin on November 27th 2012 in Befinden, Daily life, Kinder Kinder

Update: spielen und musizieren

Colin kann ja wunderbar alleine spielen, und das auch stundenlang, aber seit ein paar Wochen möchte er, dass ich die ganze Zeit nachmittags mit ihm spiele. Am liebsten Auto fahren und am zweitliebsten Lego bauen. Keine Frage was mir mehr Spaß macht. Ich baue lieber kreativ mit ihm Lego: Raumschiffe, Schiffe, Fähren, Flugzeuge, Raketen …. er bevorzugt halt so Jungskram. Aber nur mit Legos spielen ist auf Dauer auch langweilig. Basteln ist momentan nicht sein Ding, geknetet wird zwar gerne, das endet aber häufig in einem Gemetzel weil er die Knete derzeit gerne zum Schluss wenn er keine Lust mehr hat zerschneidet und sie so  unter den Hausschuhen in der ganzen Wohnung verteilt. Und Knete ist auf Laminat wie Schmierseife, auf Socken rutscht man wunderbar aus. Und weil ich mir in letzter Zeit einige Male fast das Genick gebrochen habe, versuche ich so oft es geht die Knete eben nicht herauszuholen. Gemalt, nein geschrieben (er legt da großen Wert drauf, dass er schreiben kann und kann tatsächlich schon das C und O; der Rest ähnelt immerhin dem L I und N) wird auch viel, aber eben nicht nachmittags ausfüllend. So hatte ich letzte Woche Samstag die Nase voll von Auto fahren und Lego bauen und beharrte darauf, dass Colin nach langer Zeit mal wieder mit mir puzzelte. Er hat das früher immer gerne getan und ich habe schon vor einem Jahr bei AL.DI und R.EAL bei den Puzzlen ab 3 und 4 Jahren zugeschlagen, weil die Motive einfach schön waren. Man weiß ja nie, ob es die dann noch mal gibt. Also kramte ich erst das 15-Teile-Puzzle mit dem Maulwurf raus. Das hat er dann ein paar Mal hintereinander gepuzzelt und sich so über mein Lob gefreut, dass er sich auch schnell an die 20 und 26-Teile-Maus-Puzzle gewagt hat. Mittlerweile puzzelt er auch das hier und ähnliche mit bis zu 45 Teilen. Das Krasse daran ist, bei den zuletzt erwähnten hat er ja nicht nur keine Vorlage, sondern das Schema “Geraden und Ecken kommen nach außen” passt hier nicht immer. Aber er hat das Prinzip raus und puzzelt sich also nun schon seit 8 Tagen die Seele aus dem Leib.

Abends wenn es ins Bett geht lesen wir meist noch eine Geschichte und danach singe ich ihm noch ein paar Lieder vor. Weil es derzeit zur Jahreszeit passt und wir gestern schon auf einem großen Martinszug waren, habe ich gefragt ob ich denn anstelle der normalen Gute-Nacht-Lieder einmal Martinslieder singen soll. Nachmittags singe ich die zwar auch schon, aber sein Interesse daran ist da nicht besonders groß. Abends konzentriert er sich mehr auf mich, beantwortet mir auch viele Fragen ausführlicher oder überhaupt erst einmal. Und ja, ich sollte singen. Ich weiß zwar, dass sie im Kindergarten natürlich auch alle Lieder üben, und Laterne, Laterne singt er manchmal auch von alleine, aber dass er auch Ich gehe mit meiner Laterne, Durch die Straßen auf und nieder und Sankt Martin komplett auswendig und aus voller Kehle mitsingen kann, das hat mich eben umgehauen.

Vom Loslassen

Colin isst heute Mittag zum ersten Mal im Kindergarten. Bisher habe ich ihn immer um 12 Uhr abgeholt. Weil ich es mir momentan eben ohne Job noch erlauben kann. Ich genieße die Zeit mit ihm sehr, wohlwissend, dass da ein Job kommen wird und ich dann weitaus weniger Zeit mit ihm haben werde, wenn der Haushalt erst wieder nach der Arbeit zusammen mit Colin zu Hause erfolgen muss. Deshalb.
Schon den ganzen Morgen über habe ich ein dumpfes Gefühl im Bauch. Ich habe die Gesichter der anderen Kinder gesehen, wenn sie die ersten Male, nicht wie Colin, um 12 Uhr abgeholt wurden und sie zum Essen noch bleiben mussten. Diese Enttäuschung, wenn die Tür aufgeht und nur die Mütter oder Väter der anderen Kinder dort stehen und die Erzieherinnen ihnen sagen, dass sie noch bleiben müssen. Heute also Colin. Ich würd am Liebsten gleich hinfahren und ihn abholen. Aber ich habe ihn darauf vorbereitet. So gut das in dem Alter eben geht. Ich habe ihm schon das ganze Wochenende gesagt, dass er ab Montag auch im Kindergarten Mittag isst und dass ich, wir ihn gleich nach dem Mittag dann abholen. Dass er langsam ein großer Jung wird. Und dass die C. zwar abgeholt wird, die L. und der N. aber mit ihm essen würden.
Und trotzdem sehe ich sein enttäuschtes Gesicht, was er vermutlich gleich ziehen wird, vor mir.
Ein weiterer Schritt loslassen. Manno. Wie soll ich mich denn fühlen, wenn er einmal auszieht?