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Die Schottin

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Archive for Januar, 2011

Back 2 work

Seit Montag hat mich das Arbeitsleben wieder. Und verdammt, es gefällt mir sehr! Mein Aufgabenbereich macht unglaublich viel Spaß, die Branche interessiert mich sehr und es ist sehr abwechslungsreich und zudem habe ich einen richtig netten Chef.
Ich hatte ein wenig Angst, wie Colin den Vormittag mit meinem Vater so finden würde. Aber – alles erste Sahne.  Mein Vater hat sich diese Woche viele schöne Ausflüge einfallen lassen, damit Colin die Umgewöhnung leichter fällt. Sie waren viel spazieren und auf Spielplätzen, beim Kinderturnen, bei der musikalischen Früherziehung (Der Kurs ist, gelinde gesagt große Shayze – ich war letzte Woche mit und diese Woche war es genau der selbe Mist. Liebe Sonja, da müssen wir uns mal bei der AWO beschweren!), mit dem Zug in Köln am und im Kölner Dom. Ewig wird mein Vater so ein Entertainment nicht durchziehen können, aber ich hoffe der Frühling kommt bald, denn der Garten mit Schaukel bei meinen Eltern wartet schon auf Colin.

Das Praktische ist, dass die neue Firma keine 5 Minuten mit dem Auto entfernt liegt. Mein Vater fährt mich in eins dort kurz vorbei wenn er Colin morgens hier abholt. Das Gleiche auf dem Rückweg. Und wenn es mit dem Abholen mal nicht klappt, auch kein Problem. Ein kleiner Spaziergang, ein Stück davon etlang der Wupper, und ich bin wieder zu Hause.

Wirklich, derzeit scheint alles perfekt. Als hätte uns das alles der Himmel geschickt.

13 Monate Colin

Unser kleiner Wirbelwind wird groß. Nicht nur, dass er über Nacht mal eben um eine Kleider- und Schuhgröße wuchs, sondern auch was sein Handeln betrifft.
Als ich mich während unsere Kinder bei uns spielten letztens mit einer Mutter von Colins Spielfreund über Colin unterhielt und ihr erzählte, dass er häufig zu mir herkomme, mir seinen Zeigefinger entgegenstrecke und ich diesen dann küssen muss, rannte er auf mich zu und forderte sofort seinen Kuss ein. Ich dachte die beiden Jungs spielen miteinander, aber Colin hört trotz des Spielens immer mit einem Ohr zu und versteht dann auch noch was ich gerade erzähle!

Der letzte Monat war hier sehr chaotisch. Der kranke Opa, sein Tod und die unruhigen Tage danach gingen auch nicht spurlos am Kleinen vorüber. Er schlief abends nur schlecht ein und wachte mitten in der Nacht auf und war dann erst mal 1 bis 2 Stunden wach. Das zehrte an den Kräften – von uns allen.
Eine kleine Anekdote zum Tod meines Opas. Colin hat ein kleines Fotoalbum, in das ich Fotos von den engsten Verwandten gesteckt habe. Das Album hatte er vor ein paar Tagen in der Hand, schaute sich die Bilder an und sah seinen Ur-Opa an und machte das Zeichen für “Wo?”. Er hat also bemerkt, dass Opa nicht mehr da ist. Ich habe dann gesagt, dass der jetzt im Himmel ist und auf ihn aufüasst und ihm den Himmel gezeigt. Ich wüßte nicht wie ich es ihm anders erklären sollte. Selbst der Himmel scheint mir doch sehr abstrakt für den Kleinen. Am Grab werde ich ihm auch immer sagen, dass wir bei Opa sind. Irgendwann später wird er verstehen.

Motorisch macht Colin weiter Fortschritte. Er fängt nun an sich für Puzzle zu interessieren. Die Holzpuzzle nimmt er meist nur auseinander und fragt mich immer und immer wieder wie die einzelnen Kraftfahrzeuge und Menschen heißen (Feuerwehrwagen und Feuerwehrmann, Krankenwagen und Arzt, Polzeiauto und Polizist). Besonders spannend findet Colin die Sirenen auf dem Dach, da ich ihm erklärt habe, dass sie das gleiche Geräusch wie sein SoundWheel beim BobbyCar machen.
Wir haben hier zudem Steckkästen, wobei ich letztens das leichtere hervorgeholt habe. Beim Kinderturnen wurde nämlich Post gespielt indem die Kinder Bierdeckel in die Halteschlitze der Turnkästen stecken mussten. Das Spiel hat Colin so gut gefallen, dass wir es bei meinen Eltern mit einer Metrokiste nachgespielt haben. Colin hatte fix raus wie er die Bierdeckel halten muss, damit sie durch die Öffnung passen also dachte ich ist es an der Zeit für Steckkästen. Und siehe da! Er schafft die eine odere andere Form schon ohne Hilfe zu versenken. Ich bin baff.

Was das Reden betrifft bin ich mir sicher, dass er alles nachsprechen könnte, wenn er wollte und er kennt fast alle Wörter aus dem Alltag. So war ich mit ihm beispielsweise letzte Woche im Karnevalsmarkt um die Ecke. Als wir in den Laden kommen, liegen dort im untersten Regal am Eingang Masken. Da zeigt er auf sie und sagt Gesicht! Ich kann mich gar nicht erinnern ihm jemals das Wort Gesicht konkret vorgesagt zu haben. Nase, Mund, Augen, aber Gesicht? Und ja, die Masken sahen aus wie Gesichter von W. Bush, Schröder etc. Hier und da kommen dann immer neue Wörter, die er dann zwar nicht immer benutzt aber wenn dann auch im richtigen Kontext anwendet.

Er kennt im Übrigen alle Power-Knöpfe im ganzen Haushalt. Die Knöpfe seines CD-Players kann er ebenso richtig anwenden, wie von unserer HiFi-Anlage, dem Trockner oder der Waschmaschine.
Und er ist und bleibt eine Tanzmaus. Sobald die Musik angeht wackelt er im Tackt mit dem Hintern, den Händen und dem Kopf. Und ganz lustig wird es wenn er auch mit den Füßen tanzt. Neben der Musik sind Bücher seine Leidenschaft. Er schaut sie mit großer Geduld an und fragt immer wieder wie alles heißt und vergleicht bei den Wimmelbüchern z.B. die unterscheidlichen Traktoren, Hunde etc. (Er zeigt dann nacheinander auf alle Hunde, Traktoren als wolle er zeigen, dass er verstanden hat, dass es sich hier um eine Sorte handelt). Und er immitiert Tiere. Schon seit ca. zwei Monaten kann er Affen immitieren, weil er hier einen Affenhaus von FisherPrice hat. Der Affe macht das typische Geräusch, wenn man seinen Kopf dreht. Das hatte Colin recht schnell drauf. Jetzt kann er auch Bellen wie ein Hund, Blöken wie ein Schaf und Wiehern wie ein Pferd. Als er mich fragte wie denn ein Krokodil macht, da wußte ich kein Geräusch und machte ihm mit meinen Armen vor, wie es sein Maul öffnet und schließt. Das macht er nun auch, wenn man nach dem Krokodil fragt.

Es wird immer spannender und lustiger mit Colin. Er hat so viel Humor und ist unglaublich feinfühlig. In der Kapelle am Friedhof als alle weinten und die Musik spielte, tanzte Colin auf P.s Arm, spielte mit den Rosen und war ganz lieb. Wenn viel Besuch ist, dann dreht er auf und ist manchmal ein richtiger Clown. Colin ist uns einfach super gelungen.

Fast hätte ich es vergessen: In diesem Monat hat Colin seine erste Schokolade und seine ersten Chips stibitzt und gegessen. Die Schokolade war eine Praline mit Kirschcremefüllung (ohne Alkohol!) bei meinen Eltern und die Chips lagen bei uns in der geschlossenen Verpackung weit außer Kinderreichweite – dachten wir. Na gut, hätten wir das also auch hinter uns.

Auf frischer Tat ertappt

Auf frischer Tat ertappt

++Breaking News++

Es gibt endlich wieder gute Nachrichten.

Nachdem P. Anfang der Woche seinen neuen Job in Bonn angetreten hat, habe ich am gleichen Abend die Nachricht erhalten, dass ich eine Teilzeit-Stelle habe! Und das Tolle daran ist, der Aufgabenbereich ist ein ähnlicher, wenn auch nicht ganz so umfangreich, wie in meiner jetzigen Firma (ich bin dort für 3 Jahre in Elternzeit) und die Stelle ist keine 2 km von Zuhause entfernt. Jetzt muss ich mich vom medizinischen nur auf den künstlerischen Bereich umstellen. Das wird aber garantiert flott vonstatten gehen, denn dieser Bereich interessiert mich auch privat.

Was mir so ein bisschen auf der Seele brennt ist die Betreuung von Colin. Mein Schottenvater wird sich nun vormittags um Colin kümmern. Die beiden lieben sich sehr, haben immer viel Spaß miteinander. Ich hoffe deshalb, dass Colin mich nicht allzu sehr vermisst und ich meinen Vater mit der dauerhaften Betreuung von Colin nicht zu sehr überfordere.

Am Montag geht es schon los. Ich bin gespannt wie alles klappt.

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die_schottin on Januar 21st 2011 in Befinden, Daily life, Meilensteine, My fam, That's me!

Verarbeiten

Opas Tod hat mich ganz schön aus der Bahn geworfen. Wir mussten damit rechnen, ob des Alters und vor allem ob seines Gesundheitszustands, der in den letzten 14 Monaten himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt war. Besonders aber in der Woche vor seinem Tod ahnte ich, dass es wohl nicht mehr lange dauern könne.
Am Todestag selber und dem Tag danach, übernahm P. hier Colin. Ich war einfach nicht in der Lage mich wie gewohnt um den Kleinen zu kümmern. Mir geht es jetzt schon deutlich besser, aber ich befürchte durch den Kleinen habe ich den Tod immer noch nicht richtig verarbeiten können. Hier ist immer Action und wir haben Besuch oder sind bis spät zu Besuch. Und Colin weiß soundso, dass etwas nicht stimmt. So schläft er momentan nur ganz schlecht ein. Bisweilen liege ich eine Stunde mit ihm im Bett. Da bleibt nicht viel Zeit für mich und meine Gedanken.

Ich habe Opa  ein paar Minuten nach seinem Tod gesehen. Wir bekamen den Anruf meiner Tante und fuhren so schnell es ging die 2 km ins Krankenhaus und kamen dann doch zu spät. Ich habe ihn zudem an seinem Geburtstag beim Bestatter besucht. Mir war so danach. Es gab noch kein Grab und am 11. Januar war ich Zeit meines Lebens beim Geburstag meines Opas. Also besuchte ich ihn und da lag er in seinem feinsten Zwirn mit seiner Lieblings-Seidenkrawatte – friedlich wie auch im Krankenhaus schon. Erlöst. Er sah anders aus, aber gut. Mehr weiß ich nicht. Denn wenn ich nun abends im Bett liege und an ihn denke, dann sehe ich ihn vor mir wie er immer war. Ich kann die Bilder von ihm wo er tot ist nicht abrufen. Und ich bilde mir ein, dass ich das bräuchte, damit ich endlich begreife, dass er nicht mehr bei uns ist. Das fällt mir momentan richtig schwer. Ich möchte weinen, kann es aber gerade nicht. Mir ist so als ob ich alle Tränen bereits in den ersten Tagen vergossen hätte.

Ich hoffe die Beerdigung am Dienstag hilft mir zu begreifen.

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die_schottin on Januar 16th 2011 in Befinden, My fam

Update

Ja, ich bin noch da. Nur habe ich momentan nicht die Muße hier zu bloggen.
Vielen Dank erst einmal für Eure lieben Kommenrate hier im Blog, auf Twitter, bei Facebook und auch per Mail und SMS. Mir tut es gut zu wissen, dass Ihr an mich denkt.
Ich lese abends fleißig Eure Blogs und versuche am Abend die Timeline bei Twitter aufzuholen, was mir nur mäßig gelingt. Jedenfalls bin ich up2date, auch wenn mir momentan der Sinn nicht nach kommentieren steht.

Am Dienstag steht uns noch der schwerste Gang bevor und ich hoffe dann langsam wieder in den Alltag zu finden. Hier herrscht momentan einfach der Ausnahmezustand. Wir sind andauernd auf Achse bei Ur-Oma, Großeltern, beim Bestatter oder im Blumenladen. Heute Abend kommt der Pfarrer um Infos für die Trauerrede zu bekommen. Und dann haben wir endlich ein paar Tage wo wir einfach mal die Seele baummeln, die Gedanken schweifen und vielleicht auch langsam trauern können.

Heute ist Colins 13. Monatsgeburtstag. Eigentlich sollte hier ein Bericht darüber zu finden sein. Aber ich konnte mich einfach nicht aufraffen etwas darüber zu schreiben. Das hole ich aber natürlich nach.

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die_schottin on Januar 13th 2011 in Befinden

86 Jahre und 363 Tage

Er wollte nicht mehr leben. Also ließ ich los, damit er in Frieden gehen kann.
Es tut auch mit dem Wissen, dass er es sich so sehr herbeigesehnt hat, unglaublich weh.

Mach’s gut beser Opa der Welt!

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die_schottin on Januar 9th 2011 in Befinden, My fam, That's me!