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Die Schottin

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Geburtsbericht

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier machen möchte. Aber um die Geburt zu verarbeiten habe ich mich dann doch entschlossen mal niederzuschreiben wie sie  verlaufen ist. Und ja, es war mega anstrengend und bis zum Schluss eigentlich nicht wirklich schön. Und trotzdem würde ich es wieder tun, das war für mich schon klar als ich Colin zum ersten Mal in meinen Armen hielt.

 

ET + 6
Am Donnerstag sprach ich mit meiner Hebamme. Klagte ihr mein Leid, dass der Frauenarzt mir erst für montags darauf eine Überweisung zur Einleitung geben wolle, ich aber ich wirklich die Nase voll habe und dieser Druck nach unten einfach zur Qual würde. Außerdem war Montag Schottenvaters Geburtstag, und man muss einen Doppelgeburtstag ja nicht unbedingt provozieren. Das haben wir in der Familie schon und für beide Beteiligten ist das schon blöd. Also sprach meine Hebamme daraufhin den Oberarzt im Krankenhaus an, ob er sich mich nicht einmal anschauen wollte.

ET +7
Der Oberarzt und meine Hebamme nahmen P. und mich morgens um 9 Uhr am Kreißsaal in Empfang und es ging gleich in den Untersuchungsraum. Als er mich, bzw. meinen Bauch ansah, schätzt er auf mehr als 4 kg. Aber erst einmal hoch auf den Stuhl, Muttermund abgetastet, festgestellt was auch meine Hebamme sagte. Noch stand immer ein Stück vom Gebärmutterhals und der Muttermund war nur 1 cm weit geöffnet. Danach an den Ultraschall. Er schallte das, was er bereits vermutet hatte. Das Kind wog über 4kg aber vor allem der Kopfumfang gab ihm zu denken. Mein Gyn hatte seit der 28. SSW darauf hingewiesen, dass der Kopf groß sei, aber man sollte doch erst mal abwarten. Der Oberarzt riet uns zur sofortigen Einleitung, wenn ich keinen Kaiserschnitt vornehmen lassen wollte. Ich willigte freudig ein, denn sicherheitshalber hatten wir einfach mal die Krankenhaustasche mitgenommen. Also durfte ich wieder auf den Stuhl. Der Arzt erklärte mir, dass er mir eine Tablette in den Muttermund einsetzen würde, die Wehen fördernd ist (einen sogenannten Primer). Zuvor wolle er mir aber den Muttermund etwas dehnen und ich dürfe ihn danach hassen. Das Dehnen war wirklich alles andere als angenehm, aber ich dachte, dass da später noch ganz andere Schmerzen auf mich zukommen würden. Ich hatte ja keine Ahnung was für Schmerzen! Immerhin waren es nun 2 cm.
Mit gedehntem Muttermund und dem Primer brachte man uns dann in einen Kreißsaal. Ich musste mich für 30 Minuten hinlegen und warten bis die Tablette sich auflöste hatte. Als ich im Anschluss daran aufstand und in mein Zimmer auf der Station einziehen wollte, kamen schon die ersten Wehen. Zur Verstärkung der Wehen sollte ich spazieren gehen. Das taten P. und ich dann auch. Innerhalb von einer Stunde hatten wir alle Stationen, den Park und das Restaurant. abgelaufen. Also nun alle Stationen mit den verschiedensten Treppenhäusern erklimmen (anders kann man das mit 1,20 m Bauchumfang nicht nennen). Und je länger wir liefen umso mehr musste ich die Wehen veratmen. Ich war auf die nächste Untersuchung um 12 Uhr positiv gestimmt. Um 12:30 Uhr hieß es dann ans CTG. Die Wehentätigkeit war so in Ordnung. Noch nicht so heftige Wehen, immerhin mal drei Stunden am Stück alle fünf Minuten. Aber die anschließende Untersuchung zeigte – am Muttermund hatte sich gar nichts getan. Noch immer waren es nur 2 cm. So beschloss der Oberarzt mich an den Wehentropf zu legen. Nun kamen die Wehen zwar weiterhin alle fünf Minuten, aber sie wurden heftiger. Einmal die Stunde schauten Hebamme und verschiedene Ärzte nach, ob sich der Muttermund geweitet hatte oder nicht. Doch es tat sich nichts. Und so wurde die Dosis von Stunde zu Stunde erhöht. Um 19 Uhr stand dann auf einmal eine Freundin von mir im Kreißsaal. Sie hatte meine Tweeds bei Twitter gelesen und mit meiner Schwester gesprochen. Ganz dreist hat sie einfach an der Kreißsaaltür gelogen sie sei mit mir verwandt. Keine halbe Stunde später brach der Oberarzt die Einleitung ab. Ich solle auf mein Zimmer gehen und versuchen über Nacht Kraft für den nächsten Tag zu tanken. Also gingen P., meine Freundin und ich erst einmal hoch auf Station. Meine Eltern kamen hinzu und wir machten es uns im Besucherzimmer gemütlich. Begleitet von den noch immer anhaltenden fünfminütigen Wehen versuchte ich auf den unbequemen Stühlen eine halbwegs bequeme Sitzposition zu finden. Um 22 Uhr gingen meine Freundin und P. dann nach Hause. Eine unendliche lange Nacht brach an. In mein 2-Bett-Zimmer war inzwischen noch eine dritte Frau eingezogen. Ebenfalls schwanger, allerdings noch vor Termin mit Komplikationen. Das andere Mädel hatte bereits ihr Baby. So verbrachte ich die Nacht mit eigenständigen fünf- bis fünfzehnminütigen zu veratmenden Wehen, einem schreiendem Baby und einer schnarchenden Bettnachbarin. Beste Voraussetzungen also, um sich für eine Geburt zu stärken. Die Nacht war lang, es war laut und es war warm.

ET +8
Um drei Uhr morgens zog ich mir einen Pulli über und spazierte durchs Haus, ging ab und an in den Besucherraum und stellte mich ans offene Fenster, fror bei -2°C und dachte an P., der genauso einsam und mindestens genauso aufgeregt wie ich keine 500 m weiter im gemütlichen Wasserbett lag.
Ich weiß bis heute nicht, wie ich diese elendig lange Nacht hinter mich brachte. Als ich dann um halb sechs auf die Uhr schaute, entschloss ich mich duschen zu gehen. Scheiß drauf, ob die anderen wach werden. Sie haben schließlich mich die ganze Nacht wach gehalten. Um 6 stand ich frisch geduscht und gefönt auf dem Flur und wartete auf 7 Uhr. Dann sollte P. kommen und mit mir in den Kreißsaal gehen. Aus einem größeren Krankenhaus hier weiß ich, dass morgens um 7 schon immer Action ist. Hier in diesem schnuckelig kleinen Haus lief ich, abgesehen von dem Pflegepersonal, gerade einmal einer Putzfrau über den Weg. Als ich schlussendlich auf den Bänken vor den Aufzügen fast einschlief, ging die Fahrstuhltür auf und P. stand vor mir. Mindestens genauso gerädert wie ich. Er konnte nicht schlafen aus Angst, dass es nun doch losgehen würde und er nicht pünktlich da sein könnte.
So sind wir dann wieder runter in den Kreißsaal. Der Muttermund stand nun bei 3 cm, ich dachte „Hey, das ist wenigstens ein Fortschritt“. Ich bekam wieder den Primer und sollte anschließend 30 Minuten auf meinem Zimmer auf Station liegen bleiben. Danach wurde noch ein CTG geschrieben und von da ab hieß es wieder laufen. Also liefen wir wieder alle Stationen ab. Zwischendurch wurden CTGs geschrieben und meine Mutter leistete uns ab mittags Gesellschaft. Der nächste Termin im Kreißsaal stand dann um 15:15 Uhr an. Kurz zuvor hatten wir zusammen mit meiner Nachbarinnen-Hebamme meine Klamotten vom 3-Bett-Zimmer in das inzwischen frei gewordene Familienzimmer umziehen lassen. Endlich ein Zimmer alleine mit P.
Danach verabschiedeten wir meine Ma, P. und ich gingen wieder in den Kreißsaal. Dort kam ich sogleich an den Wehentropf. Und der hatte es in sich! Eine nach der anderen Wehe wurde heftiger. Keine Viertelstunde später bemerkte ich, wie meine Hose plötzlich ganz nass und warm wurde. Ich sagte zu P., dass entweder meine Fruchtblase geplatzt sei oder ich mir in die Hose gemacht hätte. Er rief die Hebamme. Es ist ja nicht so, dass da alles in einem Schwall rauskommt. Die war sich sicher, dass es die Fruchtblase sei und holte noch schnell einen Teststreifen und zeigte mir das Ergebnis. Jetzt war ich fest entschlossen den Kreißsaal nicht mehr ohne Baby zu verlassen. Spätestens 24 Stunden später müsse es ansonsten geholt werden. Ich freute mich. Immerhin lag ich zu diesem Zeitpunkt schon 30, 5 Stunden in den Wehen.
Immer und immer wieder fing es an zu laufen. Dazu kam, dass ich andauernd auf Toilette musste und die Wehen immer heftiger wurden, so dass ich alleine gar nicht mehr laufen konnte bzw. jemanden brauchte der mich auf den 3 Metern zum Klo beim Veratmen der Wehen festhielt. Also immer wieder ab vom Tropf, auf Toilette und wieder zurück. Und der Muttermund arbeitete nun auch schön mit, ganze 6 cm war er um 18 Uhr auf. Dann tat sich bis 19:30 Uhr nichts mehr. Nur heftige Wehen, die nichts brachten. Und wir waren schon bei der Höchstdosis der Wehenmittel angekommen. Die Hebamme riet mir zur PDA, die ich eigentlich für mich ausgeschlossen hatte. Ich wollte so gerne ohne Schmerzmittel auskommen. Aber die Hebamme erklärte mir, dass sich der Muttermund häufig erst nach Setzen einer PDA entspannen würde. Ich willigte ein. Ich hatte pure Angst vor dem Setzen der PDA, viel mehr als ich jemals vor einer Geburt hatte. Aber als der Arzt mir das Wehen hemmende Mittel verabreichte, damit er mir den Kanal setzen konnte, da schwebte ich auf Wolke 7. Fünf Minuten wehenfrei nach 34,5 Stunden. Was ein tolles Gefühl. Ich schöpfte unglaublich viel Kraft, und dass obwohl ich tagsüber so gut wie nichts gegessen hatte. 1 Brötchen zum Frühstück und zum Mittag gab es dünne Bohnensuppe. Kurz nach der PDA telefonierte ich mit meinen Eltern und nahm das Angebot an, dass sie Pizza für P. und mich brächten. Als meine Eltern eine halbe Stunde später kamen, lies die Wirkung der PDA nach. Und trotz Nachspritzen hatte ich richtig heftige Schmerzen. Ich konnte mit 1 Minute anhaltenden Wehen und nur halbminütigen Pausen weder essen noch trinken. So bekam ich dann einen Tropf mit Flüssigkeit, damit ich nicht austrockne. P. wusch mir ab und an das Gesicht und meine Mutter massierte mir den Rücken während mein Vater vollkommen fertig und blass im Korbsessel neben dem CTG saß. Zu der Zeit spürte ich Colin schon am Steißbein. Die Hebamme rief den zuständigen Arzt dazu und meine Eltern verließen den Kreißsaal, weil mein Vater mich so nicht mehr anschauen konnte. Das war so gegen 21 Uhr. Ich wollte nur noch P. bei mir haben, der von da ab jede Wehe mit mir veratmete und dessen Hände ich drücken konnte um den Schmerz zu verarbeiten. Um diese Zeit wurde mein Bett von der Station herunter geholt, ein Zeichen, dass es nicht mehr lange dauern würde. Der Arzt untersuchte mich und besprach sich mit der Hebamme. Ich sollte langsam mal nach unten schieben, wenn ich mich danach fühlte, allerdings hätte der Muttermund noch einen kleinen Saum von 0,5 cm. Ich drückte in den Wehen leicht mit nach unten. Aber das brachte keinen Fortschritt und um 22 Uhr kam dann der Oberarzt noch hinzu. Der wies mich an sofort mit dem Drücken aufzuhören, da die Geburt einfach nicht weiter fortschreite. Da Colins Herztöne auf dem CTG nun schlechter wurden, entschieden die Ärzte die Herztöne von nun ab vom Kopf abzumessen und setzen ihm ein CTG am Kopf an. Dabei bemerkten sie, dass er sich inzwischen zu einem Sternengucker gedreht hatte. Inzwischen hatte ich aber Presswehen, bei denen ich nicht Pressen durfte, weil Colins Kopf so nie und nimmer durch das Becken gepasst hätte. Soll ich noch einmal erwähnen, dass das zweite Nachspritzen der PDA wieder nicht wirkte? Ich musste in den Vierfüßler, und das nachdem nunmehr 38 Stunden seit der ersten Wehe vergangen waren. Ich vegetierte einfach nur noch vor mich hin. Der Arzt und P. hievten mich irgendwie in den Vierfüßler, denn ich hatte keine Kraft mehr mich zu bewegen, geschweige denn meine Position zu ändern. In den Wehen sollte ich das Becken schaukeln, was mir überhaupt nicht gelang. Also nahm der Doc mein Becken und schaukelte es im takt der Wehen. Ich habe einfach nur noch versucht die einzelnen Wehen zu veratmen und in den paar Sekunden Wehenpause vor Verzweiflung „Scheiße“ und „Ich kann nicht mehr gerufen“. Ich wünschte mir nun so sehr, dass ich noch einmal diese Wehen hemmende Mittel wie bei der PDA gespritzt bekäme. Nur einmal 5 Minuten Pause und ich könnte wieder Kraft schöpfen. Vom Vierfüßler legten mich P. und der Arzt dannauf den Rücken. Bei Colin musste  ab diesem Zeitpunkt  bis zur Geburt mehrfach Blut im Kopf abgenommen werden, weil die Herztöne inzwischen arg schlecht waren. Also legten P. und die Hebamme, manchmal auch die beiden Ärzte meine Beine in die Schalen, führten irgendwelche Röhrchen ein und pieksten dem Kleinen in den Kopf. Dann musste abgewartet werden, was das Labor zu den Werten sagt. Dieses Warten und die Wehen in dieser Position waren furchtbar.
Im Anschluss legten sie mich auf die linke Seite, wobei das rechte Bein nun in die Beinschale kam, die zum Setzen des Kopf-CTGs angebracht waren. Das ist auch ohne Wehen eine blöde Position. Nach einer Weile dann das Gleiche auf der anderen Seite. Das war zwar auch blöd, aber Colin lag so, dass es auf der Seite angenehmer für mich war. Ab halb 12, sagt P., durfte ich dann mitpressen, weil Colin wieder korrekt lag. Ich presste und presste und hörte irgendwann um 0 Uhr die Nachrichten und dachte so bei mir “Schon wieder ein Tag um”.

ET +9
Ich hatte mir doch vorgenommen noch am Samstag das Kind zu bekommen. Ich ergab mich meinem Schicksal und presste einfach weiter. Der Oberarzt duzte mich inzwischen bei seinen Anweisungen. Seinem und den Gesichtern des anderen Arztes und der Hebamme sah ich an, dass die Lage langsam ernst wurde. Die Scherzerei mit P., die ich anfangs noch vernahm, verschwand, dafür beratschlagten sich die Drei alle paar Minuten. Um kurz vor 2 dann sagte der Arzt, dass ich noch ein paar Mal alles geben solle und ganz dolle mitpressen sollte, weil sich jetzt etwas getan hätte und er im Notfall mithilft. Ich war so glücklich und presste was das Zeug hielt und P. schob meinen Kopf immer tiefer auf meine Brust. In einer der letzten Wehenpausen stand der Oberarzt dann auf, lief zu einem Schrank und holte eine Gummi-Saugglocke. Mich durchfuhr ein Glücksgefühl, denn jetzt konnte es nicht mehr lange dauern. Ich hätte nie gedacht, dass mich eine Saugglocke einmal so glücklich stimmen konnte. Ich schaute zu P. und sah in seinem Blick pure Angst. Aber er sprach mir wie die letzten drei Stunden immer wieder Mut zu und sagte „Du schaffst das!“ Als der Arzt die Saugglocke bei der nächsten Wehe ansetzte, der andere Arzt zu mir auf das Kreißbett kletterte und sich neben mir hinstellte, sich zusammen mit der Hebamme über meinen Bauch beugte und beide mit beiden Händen mitdrückten, zog der Oberarzt mit der Sauglocke. P. sagte nach dieser Wehe ganz aufgeregt: „Noch einmal Schatz, der Kopf ist schon da! Noch einmal pressen!“ P. (der eigentlich eher zart beseitet ist was Blut und so ein Gedöhns angeht) hatte tatsächlich nach unten geschaut und den Kopf herauskommen gesehen. Und der Arzt stimmte mit ein, „Press noch mal!“ Ich hatte das gar nicht mehr gespürt, da der Druck sich in den letzten 3 Stunden so gar nicht verändert hatte. Der Kopf war da, das wollte ich gar nicht glauben. Also presste ich noch einmal und auf einmal wurde es ganz warm an meinen Oberschenkeln und ich spürte, wie da etwas entlang flutschte. Colin war geboren, um Punkt 2 Uhr an einem Sonntag, den 13., nach fast 41 Stunden Wehen. Ich schaute P. mit glasigen Augen an und sah, dass auch er Tränen in den Augen hatte. Wir beide waren total erschlagen von den Gefühlen, die uns nun überrannten. Ich konnte es noch gar nicht glauben, war so froh, dass die Schmerzen sofort wie weggeblasen waren. Die Ärzte überlegten noch ein paar Sekunden, ob sie Colin vorab untersuchen sollten und entschieden dann wegen seiner guten Verfassung, ihn mir doch gleich auf die Brust zu legen. Total daneben fragte ich erst zu diesem Zeitpunkt, was es denn sei. Ich hatte mir das Geschlecht ja nicht verraten lassen, weil ich mich überraschen lassen wollte. Der Arzt sagte, “Das könnt Ihr nachher selber sehen.” und hielt den strammen Jungen vor mir hoch und legte ihn mir auf den Bauch. Ich drückte ihn an mich und empfand nur noch pures Glück. P. stand neben uns und war total gerührt.

Das Ganze eher nüchtern im Mutterpass:
Überschreitung des Termins * Protrahierte Geburt/Geburtsstillstand in der Austreibungsperiode * Absolutes Misverhältnis zwischen kindlichem Kopf und mütterlichem Becken *

8 Responses to “Geburtsbericht”

  1. Indicatin responded on 20 Feb 2010 at 12:09 #

    Uii.. was für ein Bericht. Das war ja dramatisch und muss erst Mal verarbeitet werden. Diese Sorgen, der Schmerz, das elende Warten und das übergroße Glück, das ist schon ein Taumel von Gefühlen, die man ordnen muss. Beim Schreiben bekommt Vieles Struktur. Ich musste damals auch immer wieder reden und erzählen, obwohl meiner (ich schäme mich fast, das zu schreiben) nach 1 Stunde Wehen und ein paar Presswehen auf der Welt war.
    Liebe Grüße an euch und den kleinen Schatz,
    B.

  2. Mama Miez responded on 20 Feb 2010 at 21:08 #

    Ein großartiger Bericht, der mich so richtig mitfiebern ließ. Du hast das toll gemacht. Ihr habt das toll gemacht.

    Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich für meinen Teil würde unsere Dauergeburt (“nur” 20 Stunden Dauerwehen) sofort wieder so über mich ergehen lassen. Eben weil das Ergebnis zählt und der QB jede beschissene Sekunde wert ist ;)

  3. die_schottin responded on 21 Feb 2010 at 09:46 #

    @ Indicatin: Vielleicht habe ich beim nächsten Mal etwas mehr Glück.

    @ Mama Miez: Natürlich würde ich das auch, hab ich ganz zu Anfang schon geschrieben. Was sind schon 41 Stunden gegen ein ganzes Leben? Und bei mir war es so, dass aller Schmerz vergessen war, als Colin auf meiner Brust lag.

  4. BabyDreamers responded on 22 Feb 2010 at 10:13 #

    Herzlichen Glückwunsch zum kleine Colin!
    Ein sehr schöne Name. Den hatten wir auch ins Auge gefasst für unseren Sohn.

    Ich finde Deinen Geburtsbericht toll und freue mich immer das die Kleinen, wenn sie dann mal groß sind, sich diesen Bericht dann mal durchlesen können.
    Denn so frisch niedergeschrieben ist es doch was anderes als wenn es nach 30 Jahren noch mal erzählt, oder?

  5. Frau Ährenwort responded on 22 Feb 2010 at 13:03 #

    Hach, ich muss bei den Berichten immer weinen und Ihrer ist sehr schön und anschaulich geschrieben!! An diesen Moment werden wir uns ein Leben lang erinnern.

    Wir können schon stolz auf uns sein!

  6. die_schottin responded on 22 Feb 2010 at 16:55 #

    @ BabyDreamers: Danke. Wir wollten Colin einen keltischen Namen wegen seiner schottischen Wurzeln mitgeben und der Name sollte auch für Deutsche leicht auszusprechen sein. Ja, so frisch neidergeschrieben ist das bestimmt was anderes. So weiß ich noch viele Kleinigkeiten, die ich später evtl. vergesse. Hier und da habe ich das bereits in diesem Bericht vergessen, aber wenn man sich das Ganze dann durchliest, kommt es wieder.

    @ Frau Ährenwort: Ja, so einen Tag vergisst man nicht. Und ein bisschen stolz bin ich auch. Mein P. sagte nach der Geburt, als wir gemeinsam in unserem Familienzimmer lagen, dass er mich noch nie in den 11 gemeinsamen Jahren so fertig gesehen hätte. Und das klang in diesem Moment sehr ehrfürchtig.

  7. tanja responded on 25 Feb 2010 at 00:59 #

    Ich bin über Mama Miez hierher gekommen und muss sagen, ich bin hier gerade total ergriffen. So ein schöner Geburtsbericht, auch wenn die Geburt an sich nun nicht gerade schnell und schön verlief.

    Ich habe auch beide Geburten als Bericht festgehalten, weil es letztendlich wunderbare Momente waren. Schließlich ist das der Anfang des gemeinsamen Lebens!

    Und Euer Bericht liest sich wunderbar, denn Ihr habt das gemeinsam ganz toll durchgestanden.

    Liebe Grüße,
    Tanja
    :-)

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